Zum Glück sind wir in Österreich in der Lage unseren Körper ausgewogen und bedarfsgerecht zu ernähren, ohne diverse Nahrungsergänzungsmittel zuführen zu müssen.
Dies gilt selbstverständlich auch im Sport und Spitzensportbereich, ich selbst bin ein Beispiel dafür.
Das Argument der "ausgelaugten Böden" ist nicht haltbar, nie war das Nahrungsmittelangebot reicher und internationaler als heute.
Dennoch meinen gerade Sportler, ihre Ernährung mit verschiedenen Substanzen aufpeppen zu müssen.
Es ist natürlich sinnvoll, die durch Schwitzen verloren gegangenen Stoffe zu ersetzen.
Ein gutes isotonisches Getränk, das man übrigens auch ganz leicht selber herstellen kann,
verlässt schnell den Magen und ersetzt das wichtige Natrium.
Auch eine bedarfsgerechte Substitution mit Eisen ist gerade bei Frauen manchmal nötig, hier sollte aber unbedingt eine Abklärung und Verordnung durch einen Arzt erfolgen.
Ansonsten sind Nahrungsmittelergänzer – eine ordentliche Ernährung vorausgesetzt – meist unnötig und teuer.
Nicht selten wird der Organismus dadurch sogar belastet.
Ich habe auch schon zahlreiche Sportler erlebt, die in eine mentale Abhängigkeit zu ihre zahlreichen Kapseln und Pulverln geraten sind und der Meinung waren ihre Leistung ohne diese gar nicht bringen zu können.
Die Supplementation von Carnitin
ist weit verbreitet und soll den Fettstoffwechsel ankurbeln.
Allerdings wird Carnitin im Körper ausreichend produziert und zusätzlich mit der Nahrung (z.B. Fleisch, Fisch, Milch) aufgenommen. Ein Mangel kommt, wenn überhaupt, nur bei Veganern vor.
Dem Muskel steht immer genug Carnitin zur Verfügung, die Geschwindigkeit der Fettabbaus wird durch Carnitin nicht beeinflusst.
Carnitin ist also nur eines: TEUER!
Kreatin
ist in Sportlerkreisen ebenfalls sehr beliebt. Es wird ebenfalls im Körper selbst hergestellt und mit Fisch und Fleisch aufgenommen.
Ausdauersportler profitieren nicht von der Einnahme von Kreatin.
Lediglich einige Sportler von Schnellkraft-, Kraftausdauer- und Schnelligkeitsausdauersportarten könnten davon profitieren.
Da allerdings der Kreatinphosphatspeicherfähigkeit des Muskels auch mit dessen Querschnitt steigt ist dies nicht immer gegeben.
Abgesehen davon unterliegt Kreatin, wie viele andere Substanzen im Körper, einem Rückkopplungsmechanismus: Ist zu viel der Substanz vorhanden – oder wird viel von außen zugeführt – produziert der Körper selbst weniger.
Eine unkontrollierte Einnahme kann sich also negativ auswirken.
Fazit: Sollten Sie zu den weltbesten Sprintern gehören wenden sie sich an Ihren Teamarzt... und wenn nicht: Lassen Sie die Finger davon!
Wie wichtig sind Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente ?
Sehr wichtig! Essen Sie daher ausgewogen!
Eine unkontrollierte Einnahme täuscht eine Scheinvollständigkeit vor und kann richtige Ernährung nicht ersetzen.
Ein gesunder Mensch bekommt durch ausgewogene Ernährung alle nötige Nährstoffe. Sportler sind hier keine Ausnahme.
Mangelerscheinungen bedürfen einer ärztlichen Abklärung und Behandlung.
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